Friday, November 17, 2006

Der Stille seltsame Zerstörung

Bestimmt kennt Ihr es, mein werter Leser, dieses Momentum, als Ihr in der Bibliothek - in diesem Reich des schweigsamen Wissens - Euch verweilt und leise Eure elektronischen Briefe von dem anmutig leuchtenden Laptops Bildschirm abzulesen im Begriff seid. Doch ach! - unergründlich sind die Wege des Schicksals - es tut sich eine Flash-Werbung vor Euren frappierten Augen auf: und laute Musik erschallt in Hallen der Geräuschlosigkeit. Und eilt schon zielstrebgen Schrittes ein Bediensteter herbei, und ruft Euch auf, diesen Locus amoenus zu verlassen, indem er unübersehbar gestikulieret und seine Augen bedrohlich rollet. Und schon müsset Ihr fliehen, hinaus auf die des Regens müde Strassen. Wie schwer sind nicht die Mittel zu erwerben, mit den man zu den Quellen steigt, doch - ach! - versäumt man, des Laptops Klang zu zügeln, und schon ist man der Quellen entfernt, und des Wissens beraubt, wie der unvorsichtge Adam des Paradises.

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