Tuesday, November 17, 2009

Transformer 2: Jagd in Deiner Stadt

Ich bin in diesem Jahr bereits von Paramount Pictures reichlich beschenkt worden. Damals war ich bis in die Ohre in die Star Trek Verfolgungsjagd versunken und war sogar von Leonard Nimoy höchstpersönlich begrüsst. (Eitelkeitsstimmung!)

Doch es war nicht zu Ende. Ich meine nicht Star Trek, sondern Verfolgungsjagd.

Denn am 3. November meldete sich http://twitter.com/Paramount_DE (offizielle Twitter-Präsenz von Paramount in Deutschland) mit der folgenden Nachricht:

Macht Euch auf was gefasst! Nächste Woche startet hier die weltweit erste Transformers Twitter-Hunt! – folgt uns und findet den Transformer!
(link)
Eine Facebook-Seite war bereits eingerichtet, wo die weiteren spannenden Einzelheiten standen.



Man könnte als Hauptpreis eine PS3 oder Blue-Ray-Player gewinnen (was ich bei der 5 Staffel LOST sehr gebraucht hätte - Stichwort: Lost University und die interaktiven Vorlesungen auf Blue-Ray).

Ein Transformer war versteckt in 5 Städten und eine davon war mir am nächsten. So wartete ich ungeduldig auf die weiteren Hinweise.

Der erste allgemeine Hinweis war vielsagend:
#T2TwitterHunt Auf gehts liebe Follower! Erster Hinweis für ALLE Städte: Das gesuchte Objekt steht (im weitesten Sinne) "unter Strom"...
(link)
Das könnte entweder der Fluss sein (dann müsste ich tauchen, was mir ziemlich schwer fallen würde: kalt und nass im November, na Sie wissen schon). Oder waren mit dem Strom die Strom-Leitungen gemeint. Da es davon aber in meiner Stadt genügend gab, wartete ich auf die weiteren Hinweise.

Der zweite Hinweis war Bahnhofsviertel. Das war schon konkreter. So ging ich nach meiner Arbeit ins Dunkle des herbstlichen Abends und lungerte im Bahnhofsviertel herum. Ich sah vielleicht wie ein Junkie, denn ich musste nach einem Autobot- oder Detepticon-Sticker suchen: und die könnten überall angeklebt werden. Überall, wo's Strom gibt.

Der dritte Hinweis war noch klarer: es war ein Strassenabschnitt genannt, wo man suchen müsste. Und nach dem vierten Hinweis hat man die Bahnhofsviertel auf Google-Maps verlinkt, so dass ich nun in einem eingegrenzten Bereich suchen müsste. So ging ich wieder auf die Jagd, doch es war dunkel (wie immer nach der Arbeit), ich fand nur andere finstere Gestalten, die aber eher Genius Loci des Bahnofsviertels waren und garantiert hinter anderen Dingen her waren...

Doch am Samstag kam der letzte Hinweis:
der Transformer klebt nahe eines Theaters, Treppen führen in den Untergrund, klingelts?
Ja, es klingelte! Ich nahm meine Regenjacke, Schirm und twitter-fähiges Handy und ging schon wieder, aber ich wusste bereits, wohin.

Und dann: voila!
Auf einer Telefonsäule (nicht so einfach zu erkennen) war dieser Sticker angebracht.





Am Bahnhofsviertel, neben der Unterführung, unter Strom, stimmte alles.

So bin ich wieder zu einem der Gewinner geworden:
Einen Blu-ray Player gewinnt jeweils @elevatingmind, @albiedo und @Merzmensch
(link)
Es hat sich aber bereits gelohnt wegen der spannenden Suche in meiner Stadt. Ich denke, ich werde jetzt mich näher mit Geocaching auseinandersetzen.

Auf jeden Fall möchte ich Leute von Impromo GmbH danken, die im Auftrag von Paramounts diese wunderschöne Aktion veranstaltet haben. Ich sage nur: weiter so!

Monday, November 09, 2009

Youtube Experience

Wenn die Grenzen zwischen der Realität und Fiktion brechen, auch für kurze Zeit, auch auf einer virtuellen Ebene, das wirkt, das wird eingeprägt, daran erinnert man sich noch lange Zeit.

Ich habe bereits erwähnt, wie man mit Hilfe von Flash-Animationen und dem Lieblings-Anti-Helden Wario die vertrauten Seiten von Youtube etc. zerstören liess. Leider ist die Youtube-Destruktion, einst unter http://www.youtube.com/experiencewii zu finden, nicht mehr aktiv, zur grossen Entrüstung der Fans, wie sie es in Kommentaren klar zum Ausdruck bringen:




Nun basicthinking berichtet über eine neue erstaunliche Verwendung des alten Mechanismus.

Besucht einfach folgende Kanäle:
http://www.youtube.com/experiencere
und
http://www.youtube.com/googlechromethemes
Lasst Euch überraschen.


Saturday, October 31, 2009

Merzmensch reads German Civil Code

In my Podcast. In German, With English translation:
http://merzpodcast.blogspot.com/2009/10/m001-merzmensch-liest-bgb-960-wilde.html

Thursday, October 15, 2009

Modern Art: The Rape Tunnel

Jeder Künstler träumt von der Macht. Von der Macht über den Zuschauer, von der Macht, die das Leben des Menschen vom Grunde aus verändert.

Richard Whitehurst hat einen ähnlichen Traum und will es mit seinem Projekt "The Rape Tunnel" realisieren. Ja, werte Leser, Ihr liest es richtig: "Ein Vergewaltigungstunnel".

Die Essenz des Projekts besteht darin, dass die Zuschauer, die diesen Tunnel zu betreten wagen, werden am Ende dieses Tunnels vergewaltigt, vom Künstler höchstpersönlich.

Sheila Zareno aus dem Blog artlurker, der sich mit der modernen Kunst beschäftigt, hatte Glück gehabt, mit dem Künstler selbst ein Interview zu machen.

Ich versuche nun einige Fragmente des Interviews "in mein geliebtes Deutsch zu übertragen", wie es Faust einst sagte. Also, für Übersetzung hafte ich nicht.


artlurker. Bitte beschreiben Sie doch das Projekt.

Richard Whitehurst. [...] Ich konstruierte in der Eingangshalle der 4D Gallery in Columbus einen ca. 6 Meter langen Tunnel aus Sperrholz. Der Tunnel führt in den Projektraum. Während Sie diesen Tunnel passieren, wird es immer kleiner und enger, so dass Sie am Ende kriechen müssen und eine demütigende Haltung halten, um das Ende des Tunnels zu erreichen. Am Ende des Tunnels, also im Projektraum angekommen, findet der Zuschauer mich, den auf ihn wartenden Künstler, wieder. Und ich tue mein Bestes, den Zuschauer mit Geschick zu überwältigen und zu vergewaltigen.

artlurker. Warum Vergewaltigung?

Richard Whitehurst. Weil dies meiner Meinung nach eine der eindrucksvollsten künstlerischen Gesten ist. Bereits seit zehn Jahren hat sich die Künstlerszene in Ohio um Akron's Shopping-Viertel gegründet, Leute präsentierten ihre eigene Kunst. Anfangs nahm ich daran mit Vergnügen teil, doch mit der Zeit überkam mich das Gefühl, das Ganze führe ins nirgendwo, sei irgendwie sinnlos. Mir schien, dass, wenn wir auch nie unsere Kunst kreiert hätten, wäre die Welt nicht anders gewesen. Ich wollte etwas schaffen, was wie ein Aufprall wirkt.

So begann ich, über meine Kunst differenzierter nachzudenken. 2007, beim Seward Project Space in Columbus, kam es zu meinem künstlerischen Durchbruch mit der Installation, die als Prototyp für diese eine wirken könnte. Ich nannte es THE PUNCH-YOU-IN-THE-FACE TUNNEL (Der Schlag-Dich-Ins-Gesicht-Tunnel). Es war technisch gleich konstruiert wie "The Rape Tunnel" mit dem Unterschied, dass am Ende des Tunnels ich stand und alle zu meinem Standort angelangten Zuschauer ins Gesicht schlug, anstatt sie zu vergewaltigen. Diese Geste war komplet reaktionär zur gegenwärtigen Kunstsituation und war durch eine reine Frustration motiviert.1

So sollte es geschehen, dass eine Person, die durch die Tunnel kroch, und der ich ihre Nase brach, eine aufsteigende Model war. Sie kam ins Krankenhaus und hat mich verklagt. Denn ihre Karriere als Model war aufs Eis gelegt. Der Zivilprozess war langwierig und kompliziert, und hat bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt. Zu diesem Tag bleiben ihre Krankenkosten unbezahlt. Der Pointe dieser langen Ausführung besteht darin, dass alle diese Geschehnisse bereits zwei Jahre zurückliegen, doch meine Kunst hat immernoch eine immense Auswirkung auf das Schicksal der jungen Dame, eine Tatsache, die nicht jeder Künstler über sein Werk behaupten kann.

Die Vergewaltigung verstand ich als eine weitere logische Entwicklung der Idee.

artlurker. Begrüssen Sie hiermit den Vergewaltigungsakt?

Richard Whitehurst. Keineswegs. Ich persönlich halte diesen Akt verwerflich, so etwas darf in unserer Gesellschaft nicht passieren. Die meisten Leute sind da solidarisch mit mir, was mich wiederum zum Verwenden dieses Aktes in meiner Kunst veranlasst. Stöße dieser Akt nicht auf eine zurückweisende Haltung seitens Zuschauer, würde mein Werk nicht funktionieren. [...]

Das Problem der modernen Kunst besteht darin, dass die Welt ihre Werke weder braucht, noch wünscht. Es gab schon so viele Versuche, die Welt mit der Kunst auf eine weniger ausdrucksvolle Art und Weise zu verändern. Ich bemühe mich jedoch, die Wichtigkeit der Kunst für die Welt vollständig umzuarbeiten und mit Sinn zu füllen. Der Prozess wird lange Zeit dauern. Ich weiss nicht wirklich, welcher nächster Schritt es sein wird. Ich versuche mich eher an meinem derzeitigen Projekt zu konzentrieren.

Das Interview schlug wie ein Meteor ein, es kam eine grosse Welle der Proteste und Empörung durch die Medien.

Und Artlurker reagierte darauf bald mit einer Offenbarung:


Viele müssten das Tohuwabohu um den gestrigen Beitrag bemerkt haben. Wir möchten die vielzähligen Fragen beantworten und unsere Idee erklären.

Unsere Absicht bei der Veröffentlichung von "Der Vergewaltigungs-Tunnel" bestand darin, die Konversation über die Zustände der Kunst mit einer Funke zur Explosion zu bringen, und zwar mit dem Beitrag über einen frei erfundenen Kunstprojekt. [...]

Als der Autor das Thema des "Vergewaltigungs-Tunnels" aufgriff, haben wir es gemocht, auch wenn es ein äusserst sensitives Thema ist. Doch unsere Motivation zur Veröffentlichung bestand nicht im Vergewaltigungsakt selbst, sondern als ein Kommentar zur zeitgenössischen Kunst.

Wir wissen nichts über die Intentionen des Autors, doch unsere Absichten waren einfach: eine Diskussion über die gegenwärtige Kunst zu initiieren, die sich um einen heutzutage nicht mehr so unrealistisches Werk dreht.

[...]

Der anonyme Autor des Beitrages möchte sich doch namentlich bekannt machen. Er ist niemand anderer als Victor Barrenechea, der Ko-Autor von ARTLURKER, dem wir natürlich zu seinem Fortschritt gratulieren möchten. Er sagte "Ich schrieb über "The Rape Tunnel" im Geiste der Radiosendung "Krieg der Welten" von Orson Welles. Das Thema meines Artikels war, wie bereits oben erwähnt, nicht die Vergewaltigung, sondern die gegenwärtige Kunst. Der Charakter ist eine Fiktion, die Geschichte ist Fiktion... kurz, alles ist Fiktion"

Und diejenigen, die sich über die seltsame Konstruktion des Tunnels wundern, hier ist die Auflösung:
Es ist ein Windkanal. Hier die Originalseite: http://www.geversaircraft.com/wt/wt5x7.htm
mattfan1
via HTMLGiant (wie immer halt) :-)

Wednesday, October 14, 2009

Breath with me. Trailmail

Eben habe ich eine Trailmail bekommen.

Im Betreff stand:

[Gasp] ... there is news of a mysterious death

Und der Text:

This is the first and last time you will hear from me. This email account is deleted.

London. 2009, mid-October. Summer gives way to Autumn and the city swarms with people sucking in the stale air. Cars sit and choke a ttraffic lights. Trains cough out passengers. Evenings draw in like shadows over lungs.
Clubs and bars pump out their music in dying gasps.
And there is news of a mysterious death...

http://www.breathewith.me/

Aequam memento rebus in arduis servare mentem



Der lateinische Spruch bedeutet: Denke daran, in schwierigen Situationen Gelassenheit zu bewahren.

Die Webseite breathwith.me (ist .me für Mexiko?) sieht z.Z. so aus:



Kurz, es sieht nach einem interaktiven Film-Projekt (wohl aus der Horror-Suspense-Ecke) aus, an dem auch der Zuschauer teilnehmen kann.

Der Countdown läuft also in eine für alle erfreulich entgegengesetzte Richtung (i.e. "das Lange Warten hat ein Ende", auch wenn ich über dieses Projekt zum ersten Mal höre).

Man kann das Ganze bei Facebook sowie bei Twitter verfolgen.

P.S. Facebook-Link scheint nicht zu funktionieren...

Tuesday, September 22, 2009

LOST. Dancing Taweret

Funny LOST music clip.

Lost University: Immatrikulation läuft.

Heute ist 22. September. Ein besonderes Datum für alle, die sich im Universum LOST zuhause fühlen. Heute vor 5 Jahren, am 22. September 2004 ist ein Flugzeug 815 der Fluglinie Oceanic Airlines irgendwo über unbekannten Inseln abgesturzt.

Heute im Jahr 2009 öffnet die LOST Universität ihre Pforten für alle Studieninteressierten (darüber habe ich bereits berichtet).

Jeder kann sich auf der Seite http://www.lostuniversity.org anmelden und sich auf die erwartungsgemäss qualitätshohe Videovorlesungen freuen.

Zunächst muss man jedoch einen Einstufungstest (aus 23 Fragen bestehend) schaffen.



Es ist schon spannend, welche Fragen da vorkommen. Der Test ist jedoch im Gegensatz zu den Tests von "Dharma Wants You" ohne jegliche zeitliche Begrenzungen. Alle Frage beziehen sich auf die Serie LOST. Man kann sich in Ruhe an die vorherigen Folgen erinnern. Wenn es gar nicht geht, kann man aber auch schummeln, indem man Lostpedia (englisch und deutsch) zu Rate zieht. Das ist jedoch nicht nötig, da die Fragen für die LOST-Zuschauer selbsterklärend sind.

Hier sind alle Fragen.














































Und am Ende hatte ich 22 aus 23 Fragen geschafft!



Nun hat man hier den Zugriff auf die kunftigen Vorlesungen, auf das Video LOST 101 (ich werde darüber später mehr berichten), und - auf die Foren! Und die Foren sind wohl ein momentan wichtigster Teil des Projektes - denn die Kommunikation wird nicht auf irgendwelche OOG-Boards (out of game) verlagert, sondern geschieht direkt auf der offiziellen Seite.

Ihr könnt euch eine schicken Zulasungsbescheinigung ausdrucken und laminieren.



Ich hoffe jedoch, diese Karte irgendwann einsetzen zu können, denn im Fall von "Dharma Wants You" die Karte war das Einzige, was uns von der ganzen Geschichte übrigblieb.

Monday, September 21, 2009

Dharma wants you: Emmy Awards 2009!

Ich möchte Hoodlum zu ihrem Projekt "Dharma Wants You" gratulieren, worüber ich in meinem Blog einiges geschrieben habe.

Sie haben Emmy Award 2009 in der Kategorie Outstanding Creative Achievement in Interactive Media - Fiction gewonnen.



Es war ein vielversprechendes Projekt. Leider musste er aufgrund von Umständen, Finanzkrise etc. nicht beendet werden.

Ich wünsche Hoodlum viel Erfolg bei weiteren Projekten.