Friday, June 15, 2007

Goethe und Drums

Ja, meine werten Leser, ich war heute in Rauschgenuss von Faust II
gekommen, und war von einem Text einfach übertrampelt. Es ist äusserst
rhythmisch aufgebaut, man höret buchstäblich die Percussions im
Hintergrunde. Und was denket Ihr, meine lieben Leser?

CHOR UN ECHO:

Waldung, sie schwankt heran,
Felsen, sie lasten dran,
Wurzeln, sie klammern an,
Stamm dicht an Stamm hinan,
Woge nach Woge spritzt,
Höhle, die tiefste, schützt.
Löwen, sie schleichen stumm-
freundlich/ um uns herum,
Ehren geweihten Ort,
Heiligen Liebeshort.

PATER ECSTATICUS:

Ewiger Wonnebrand,
Glühendes Liebeband,
Siedender Schmerz der Brust,
Schäumende Gotteslust.
Pfeile, durchdringet mich,
Lanzen, bezwinget mich,
Keulen, zerschmettert mich,
Blitze, durchwettert mich!
Daß ja das Nichtige
Alles verflüchtige,
Glänze der Dauerstern,
Ewiger Liebe Kern.

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